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Schall und Lärm

Was ist Schall?

 

Schall ist eine Druckschwankung in der Luft. Diese Druckschwankungen versetzen das Trommelfell in Bewegung und erzeugen das, was wir Menschen als Schall empfinden. Vom Trommelfell wird der Schall über die Gehörknöchelchen zur Hörschnecke übertragen, in elektrische Signale umgewandelt und an das Gehirn übertragen. Das menschliche Ohr kann Schalldruck in einem sehr großen Frequenzbereich unterscheiden. Um zu beschreiben, wie stark der Schall im Arbeitsbereich des Ohres ist, wird eine besondere Messskala verwendet. Das Ergebnis – der Schalldruckpegel – wird in der Einheit Dezibel (dB) angegeben.

Aufgrund der logarithmischen Schalldruckskala erzeugen zwei gleich starke Schallquellen einen um 3 dB höheren Schalldruckpegel, als nur eine Quelle. Zehn gleich starke Schallquellen erzeugen einen um 10 dB höheren Pegel und einhundert gleich starke Schallquellen einen um 20 dB höheren Pegel. Folgende Formel kann verwendet werden, um den gesamten Schalldruckpegel mehrerer gleich starker Schallquellen zu berechnen:

Lp (gesamt) = Lp + 10*lg(n),

wobei (n) die Anzahl der gleichen Quellen und Lp der Schalldruckpegel einer Quelle ist.

Der Schall wird mit unterschiedlichen Frequenzen (Schwingungen pro Sekunde) übertragen, für die das menschliche Ohr unterschiedlich empfindlich ist. Das zur Lärmmessung verwendete Instrument (Schallpegelmesser) ist so konstruiert, dass darauf Rücksicht genommen wird. Das Messergebnis wird gefiltert und als A-bewerteter Pegel angeben, der den vom menschlichen Ohr empfundenen Schalldruck nachbildet. Der sich daraus ergebende Schallpegelwert wird dann als dB(A) angegeben. Es gibt auch eine Filterung nach einem C-bewerteten Pegel, der für hochfrequenten Schall verwendet wird. Das Ergebnis wird als dB(C) angegeben.

In den meisten Umgebungen variiert Schallpegel während der Zeit, in der man sich dort aufhält. Um das zu berücksichtigen wird für einen gewissen Zeitraum, z. B. einem achtstündigen Arbeitstag, eine Art durchschnittlicher Schallpegel verwendet: der sogenannte energieäquivalente Mittelungspegel (Leq).

Was ist Lärm?

 

Der Unterschied zwischen Schall und Lärm wird gewöhnlich so definiert, dass Lärm ein nicht erwünschter Schall ist. Dabei kann es sich um Schall handeln, der nur als störend und irritierend empfunden wird, oder um Schall, der für das Gehör direkt schädlich ist. Ob ein Geräusch als Schall oder Lärm zu betrachten ist, ist also eine rein subjektive Betrachtung, die von der Haltung gegenüber der Lärmquelle abhängt.

Die Reduzierung oder Beseitung von Lärm am Arbeitsplatz lohnt sich. Je sicherer und gesünder ein Arbeitsumfeld ist, desto geringer ist die Gefahr, dass Kosten für Krankschreibungen, Unfälle und Mitarbeiter entstehen, die nicht mit voller Leistungsfähigkeit arbeiten können. Für ein gutes Schallumfeld ist ein vorbeugender, regelmäßiger und langsichtiger Umgang mit den Lärmfragen erforderlich. Dafür ist immer der Arbeitgeber verantwortlich.

Abblasen mit Druckluft erzeugt Lärm

Lärm in Form von Blasgeräuschen pneumatischer Systeme sind in der Industrie häufig anzutreffen. Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Blasgeräuschen: Zum einen handelt es sich um impulsweise auftretenden Schall, der beim Luftablassen aus Ventilen und Zylindern entsteht. Die andere Art entsteht, wenn Druckluft zum Reinigen, Kühlen, Transportieren oder Sortieren verwendet wird. Das Blasgeräusch entsteht dabei, wenn die komprimierte Luft beim Austritt aus dem System expandiert. Dies erfolgt mit hoher Geschwindigkeit und häufig durch ein sog. „offenes Rohr“ oder ein Loch. Beim freien Expandieren der Luft entstehen Turbulenzen, die wiederum starken Lärm erzeugen.

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